Elektromobilität sorgt für Fahrspaß

Landkreis Gießen. „Elektromobilität begeistert diejenigen, die sie hautnah erlebt haben“, sagte Landrätin Anita Schneider nach ihrer Probefahrt beim 5. Energietag. Mehrere hundert Interessierte nutzten das Angebot des Landkreises Gießen und seiner zahlreichen Partner an den Hessenhallen, um Elektromobilität einmal selbst auszuprobieren.

Elektromobilität

Landrätin Anita Schneider testet die Elektromobilität persönlich (Foto: Landkreis Gießen)

Die Besucherinnen und Besucher hatten die Qual der Wahl. Sie konnten E-Bikes, Pedelecs, Lastenfahrräder, E-Roller und Fun-Mobile wie Segways oder E-Quads testen oder Elektroautos unterschiedlicher Hersteller Probe fahren. Vom Kleinwagen bis zur Limousine war alles dabei. Zwischen den Probefahrten wurden die Autos an den durch die Stadtwerke Gießen aufgestellten Ladesäulen mit Energie versorgt. Anbieter von CarSharing und Autovermietung verdeutlichten, dass man nicht unbedingt ein eigenes Auto besitzen muss um mobil zu sein.

Neben Autohäusern und Fahrradhändlern präsentierten auch Initiativen ihr Angebot. Die Ortsgruppe Foodsharing Gießen zeigte, wie man mit elektrisch angetriebenen Fahrradanhängern Lebensmittel vor der Abfalltonne retten kann. Auch das Allmende Lastenrad Projekt der Gießener Initiative „das ALLrad“ stellte sich vor. Dort können zukünftig Lastenräder unkommerziell geliehen werden

Der 5. Energietag Landkreis Gießen fand zum ersten Mal in neuem Format mit einer Messe und als Kooperationsveranstaltung des Landkreises Gießen, des Bundesverbandes eMobilität (BEM) und der Initiative „Strom bewegt“ der hessischen Landesregierung statt. Neben der breitgefächerten Ausstellung bot die 35. eMobile Runde des Bundesverbandes eMobilität spannende Vorträge zu den Themen Entwicklung der Elektromobilität, Ladensäuleninfrastrukturaufbau und E-Carsharing in Kommunen.

Landrätin Anita Schneider ist überzeugt, dass Elektromobilität ein zukunftsweisendes Konzept ist, wenn auch der Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt wird. „Der Landkreis Gießen setzt sich deshalb für beides ein und arbeitet daran, bis zum Jahre 2050 nahezu klimaneutral zu werden.“ Ein emotionales Plädoyer für die Elektromobilität hielt Kurt Sigl Präsident des Bundesverbandes Elektromobilität: „Die Energie- und Mobilitätswende müssen gemeinsam umgesetzt werden. Dabei kommt insbesondere den Städten und Gemeinden eine wichtige Schlüsselrolle zu, da Veränderungen im Mobilitätsverhalten und die Akzeptanz neuer Verkehrsmittel und Fortbewegungsarten bei den Menschen vor Ort ansetzen.“

Matthias Funk von den Stadtwerken Gießen berichtete, welche Herausforderungen regionale Energieversorger durch die Zunahme von Elektromobilität überwinden müssen. Auch ein Ausbau und eine Vereinheitlichung der Ladeinfrastruktur seien für den Durchbruch der Elektromobilität noch notwendig. Gemeinsam mit der Stadt Gießen wollen sich die Stadtwerke diesen Herausforderungen stellen.

Welche Rolle Kommunen bei der Einführung eines E-Carsharings spielen können, machte Michael Lindhof von mobileeee deutlich. Anbieter wie mobileeee können Kommunen bei der Einführung eines gemeinschaftlich genutzten elektrischen Fuhrparks unterstützen.

Weitere Informationen unter www.klimaschutz-lkgi.de oder Anfragen an klimaschutz@lkgi.de

 

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