Mehrgenerationenhäuser nachhaltig sichern

Bund und Länder unterschreiben Rahmenvereinbarung

Der erste Schritt zur finanziellen Absicherung der Mehrgenerationenhäuser (MGH) ist erfolgt. Vor einigen Tagen unterzeichneten Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Vertreter der Fachressorts in den Ländern eine gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden erarbeitete Rahmenvereinbarung zur Weiterentwicklung der Mehrgenerationenhäuser.

„Das ist ein wichtiger Schritt“, betonen Oberbürgermeister Egon Vaupel und Kai Abraham, Geschäftsführer der Marburger Familienbildungsstätte (fbs), Träger des Marburger MGH. Ohne verlässliche Finanzierung sei das familienunterstützende und integrationsfördernde Angebot des MGH in seiner Vielfalt kaum zu erhalten, so Abraham. Und eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung sei ebenfalls nicht möglich. OB Egon Vaupel hatte deshalb in einer Stellungnahme an den Hessischen Städtetag die Forderung nach einer neuen, breiten Grundlage zur Finanzierung der MGHs unterstrichen. „Die Kommunen leisten bereits jetzt ihren Beitrag“, so Vaupel. Die gemeinsame Aktion von Bund und Ländern sei für eine nachhaltige Absicherung des Angebots unerlässlich.

Die Förderung des Bundes für das vom Bundesfamilienministerium 2006 aufgelegte Modellprogramm „Mehrgenerationenhäuser“ läuft nämlich aus. Mit der vorliegenden Rahmenvereinbarung hat der Bund die Länder mit in die Verantwortung genommen, um das bewährte Angebot im Bestand zu sichern.

Das Marburger Mehrgenerationenhaus wurde auf Initiative des Marburger Bündnisses für Familie 2007 eingerichtet. Die Bewerbung Marburgs war erfolgreich. Als Träger des Hauses konnte die Evangelische Familienbildungsstätte gewonnen werden. Sie siedelte das Angebot MGH im Melanchthon-Haus am Lutherischen Kirchhof an. Die Stadt Marburg hat das generationenübergreifende Angebot von Anfang an tatkräftig durch einen jährlichen Betriebskosten-Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro unterstützt.

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