Demokratie leben – aktiv gegen Rechtsextremismus

Das Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, startet in Schotten und Laubach.

Demokratie leben

Laubach und Schotten wollen Beispiel für aktive Demokratie iniitieren (Foto: Stadt Laubach)

Im Förderjahr 2017 werden rund 40.000 Euro zur Verfügung gestellt. Anträge für lokale und gesellschaftspolitische Projekte die das Engagement für Demokratie und Toleranz stärken können eingereicht werden.

Teilnehmen können Jugendverbände, freie Träger der Jugendhilfe, Migrantenorganisationen, christliche und andere religiöse Gemeinschaften, Sportvereine, Fördervereine von Schulen, Kindertagesstätten, Bildungs- und Qualifizierungsträger, gemeinnützige GmbH, Stiftungen, kulturelle Einrichtungen und sonstige Vereine. Diese können Einzelprojekte beantragen.

„Die Projekte sollten das tolerante Zusammenleben aller Bürgerinnen und Bürger und das demokratische Klima in Schotten und Laubach weiter fördern“, so Schottens Bürgermeisterin Susanne Schaab. Institutionen, Initiativen und Vereine, die sich für Demokratie und gegen Diskriminierung einsetzen, werden durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!-Partnerschaften für Demokratie“, nachhaltig unterstützt, erklärt Laubachs Bürgermeister Peter Klug weiter. Beide bitten darum, die Anträge möglichst frühzeitig einzureichen, damit bei der Antragstellung bei Bedarf Beratung und Information fristgerecht eingeholt werden können. Die Entscheidung über die Auswahl der Projekte trifft der lokale Begleitausschuss. Für Beratung und Information steht die Externe Koordinierungs- und Fachstelle, Jörg Glasenhardt, unter Telefon 0151/722 70 722 zur Verfügung. Das Programm wird am 10. Juli im Dorfgemeinschaftshaus Schotten-Einartshausen den Vereinen, Verbänden und Institutionen vorgestellt.

Schotten und Laubach haben den gemeinsamen Antrag gestellt und sind eine von rund 250 „Partnerschaften für Demokratie“, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Zuschlag bekommen haben. Nun soll das Bundesprogramm erfolgreich bis Ende 2019 durchgeführt werden.

Angriffe auf Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wie z.B. Rassismus und Antisemitismus sind eine ernsthafte und andauernde Herausforderung für alle Ebenen der Gesellschaft. Im Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschfeindlichkeit“ ist es daher vorgesehen, die Öffentlichkeit für diese Phänomene zu sensibilisieren und konkrete Maßnahmen zu fördern und Projekte zu initiieren, welche ein bewusstes Auseinandersetzen mit Demokratie zur Folge haben.

Bürgermeister Klug: „Das neue Bundesprogramm bringt nicht nur Geld nach Laubach und Schotten, sondern soll die Zivilgesellschaft in Engagement gegen menschenverachtende und undemokratische Tendenzen unterstützen.“

„Das Bundesprogramm will ziviles Engagement und demokratisches Verhalten auf der kommunalen, regionalen und überregionalen Ebene fördern. Vereine, Projekte und Initiativen werden unterstützt, die sich der Förderung von Demokratie und Vielfalt widmen und insbesondere gegen Rechtsextremismus und Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wie z.B. Rassismus und Antisemitismus arbeiten. Darüber hinaus können auch andere Formen von Demokratie- und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, von politisierter oder vorgeblich politisch bzw. vorgeblich religiös legitimierter Gewalt, von Hass und politischer Radikalisierung Gegenstand präventiver Arbeit und damit Gegenstand der Förderung durch das Bundesprogramm sein“, umfasste Schaab das Vorhaben.

Als anzusprechende Zielgruppen sind denkbar: Kinder und Jugendliche bis 27 Jahre, Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, und weitere pädagogische Fachkräfte. sowie lokal einflussreiche staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure als Multiplikatoren.

Weiterhin hob Klug die Kooperation mit der Stadt Schotten hervor: „Es ist uns gelungen, kreisübergreifend einen Zusammenschluss zu initiieren, der sich für Demokratie und gegen Diskriminierung einsetzt. Gerade in diesen Zeiten müssen wir gemeinsam Zeichen setzen“.

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