Archiv für die Kategorie „Arbeitsmarkt“
Immer weniger Bereitschaft der Zuwanderer, prekäre Jobs anzunehmen
EU-Osterweiterung: Den sprichwörtlichen polnischen Fliesenleger gibt es wirklich – als Firmenchef
Die EU-Osterweiterung hat sich auf dem deutschen Arbeitsmarkt bemerkbar gemacht. Zwar waren Zuwanderung und Beschäftigung stark eingeschränkt, gleichwohl gab es Möglichkeiten zur Arbeitsaufnahme, die auch genutzt wurden. Insgesamt waren die Beschäftigungszuwächse von 100.000 bis 150.000 Erwerbstätigen seit 2004 aber nicht groß – so das Ergebnis einer aktuellen Studie des DIW Berlin.
Stark zugenommen hat allerdings die Zahl der neuen EU-Bürger, die sich als Handwerker selbständig gemacht haben. Begünstigt wurde die Entwicklung durch die Abschaffung des Meisterzwanges in manchen Handwerksberufen. Die Handwerker aus den neuen Mitgliedsstaaten haben sich auf wenige Gewerbezweige konzentriert. So gehören jeder vierte Fliesenlegerbetrieb und jeder vierte Gebäudereinigungsbetrieb in Deutschland einem Handwerker aus den neuen Mitgliedsstaaten. Stark vertreten sind sie auch bei den Parkettlegern, den Raumausstattern und den Estrichlegern. Auch bei der abhängigen Beschäftigung hat es deutliche Zuwächse gegeben, die absoluten Zahlen waren aber eher niedrig.
Kein starker Zustrom zu erwarten
„Ohne Zweifel wären bei einer früheren Öffnung des Arbeitsmarktes weit mehr Arbeitskräfte aus Osteuropa gekommen“, sagte Karl Brenke, Autor der DIW-Studie, „dennoch ist für die nächsten Jahre nicht mit einem starken Zustrom zu rechnen.“ Zwar kam es in Großbritannien und Irland seit 2004 zu erheblicher Zuwanderung. „Aber eben nicht im Falle Frankreichs, der Benelux-Staaten, Skandinaviens oder Südeuropas, obwohl hier die Arbeitsmärkte bereits seit Jahren offen sind“, so Karl Brenke.
Zudem hat sich in Deutschland die ab 2004 zu beobachtende verstärkte Zuwanderung aus Osteuropa inzwischen schon wieder deutlich abgeschwächt. Vor allem sind Arbeitskräfte aus Polen immer weniger gekommen – sie stellen die weitaus größte Zuwanderergruppe. „Es gibt deutliche Anzeichen dafür, dass diese Arbeitskräfte mit Blick auf die Beschäftigungsverhältnisse und auf die Entlohnung wählerischer geworden und weniger bereit sind, einen prekären Job anzunehmen,“ so die Einschätzung von DIW-Experte Karl Brenke. In diese Lücke sind seit 2007 vermehrt Erwerbstätige aus Rumänien und Bulgarien gestoßen. Der Wanderungsüberschuss Deutschlands ist bei diesen beiden Ländern inzwischen so hoch wie der Wanderungsgewinn mit den Staaten, die 2004 der EU beigetreten sind, zusammen.
Die Arbeitskräfte aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten hat es vor allem in die großen Städte, insbesondere aber in die süddeutschen Bundesländer gezogen. Sie sind also dorthin gegangen, wo relativ hohe Einkommen erzielt werden können. Das zeigt sich besonders deutlich bei den Handwerkern. So ist mittlerweile fast jeder achte Handwerksbetrieb in Hessen und in Hamburg in Besitz eines Eigentümers aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten, im strukturschwachen Sachsen-Anhalt aber nur jeder dreihundertste. „Auch in Zukunft wird sich dieses regional unterschiedliche Wanderungsverhalten fortsetzen“, so DIW-Forscher Brenke. „Und weil die Arbeitskräfte etwa aus Polen in solche Gebiete gehen, wo die Arbeitsmarktchancen wegen einer geringen Arbeitslosigkeit gut sind, dürfte der Arbeitsmarkt in Deutschland insgesamt kaum belastet werden. Und als Billiglöhner sind sie immer weniger anzusehen.“
Pressemitteilung: DIW Berlin
Als Berufskraftfahrer durchstarten

Chancen als Berufskraftfahrer (Quelle: Agentur für Arbeit Wetzlar)
Arbeitsagentur Wetzlar informiert am 5. Mai über den Ausbildungsberuf zum “Berufskraftfahrer”
Den Ausbildungsberuf des Berufskraftfahrers stellt die Wetzlarer Arbeitsagentur am Donnerstag, 5. Mai, von 16 bis 17.30 Uhr vor. Die Veranstaltung findet im BiZ in der Sophienstr. 19 statt. Um den künftigen Arbeitsplatz eines ausgebildeten Kraftfahrers näher erläutern zu können, parkt die Straßenverkehrsgenossenschaft Hessen eG (SVG) an diesem Nachmittag einen LKW vor dem BiZ.
Dietmar Rücker und Jörg Schweitzer von der SVG sowie Jörg Biemer (Werner-von-Siemens-Schule, Wetzlar) stellen Zugangsvoraussetzungen, Ausbildungsinhalte und Prüfungsverfahren für diesen Ausbildungsberuf vor. Dabei gehen sie auch auf die Aufgaben und den Berufsalltag eines Berufskraftfahrers ein. Zudem berichtet ein Auszubildender über seine Erfahrungen während der Lehre.
Die Präsentation richtet sich an interessierte Jugendliche und Erwachsenen. Eine Anmeldung für die kostenlose Veranstaltung ist nicht erforderlich.
Den regionalen Arbeitsmarkt positiv beeinflussen

Quelle: Agentur für Arbeit
Netzwerk aus Verbänden, Verwaltung und Politik gegründet, um den regionalen Arbeitsmarkt zu analysieren und positiv zu beeinflussen - Arbeitsmarktmonitor: neues Instrument zur Analyse des Arbeitsmarktes
Die Bundesagentur für Arbeit will mit Hilfe eines neuen Instruments, des Arbeitsmarktmonitors, die Dynamik und Entwicklung regionaler Arbeitsmärkte für lokale Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik transparenter machen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Aufschwung geht an der jungen Generation vorbei

Wo sind die Ausbildungsplätze? (Foto: SPÖ Landtagsklub / pixelio.de)
“Verlogene Ausbildungsplatzbilanz” - Mindestens 84.600 als „ausbildungsreif“ eingestufte Jugendliche gingen leer aus
Die aktuelle Behauptung von Bundesbildungsministerin Annette Schavan, dass der Ausbildungsmarkt jetzt einen Aufschwung erlebt, bezeichnete die stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Michaela Rosenberger, heute als „leider von wenig Realität getrübtes Wunschdenken“. Tatsächlich gehe der Aufschwung an der jungen Generation vorbei.
Dass es zum dritten Mal in Folge weniger Ausbildungsplatzsuchende gebe als unbesetzte Ausbildungsplätze, sei durch realistische Zahlen nicht zu belegen und solle wohl von dem Versagen des so genannten „Ausbildungspaktes“ von Bundesregierung und Wirtschaftsverbänden ablenken. Dieser zählt sogar all jene Jugendliche ohne Ausbildungsplatz als „versorgt“, die sich mit Bewerbungstrainings, Praktika und „Einstiegsqualifizierungen“ gegen die drohende Dauerarbeitslosigkeit zu stemmen versuchen.
Tatsächlich ist das Ausbildungsangebot mit 580.000 Plätzen inzwischen auf den drittniedrigsten Stand der letzten zehn Jahre gefallen, was trotz sinkender Schulabgängerzahlen dazu geführt hat, dass bei 19.600 unbesetzten Ausbildungsplätzen auch in diesem Jahr mindestens 84.600 als „ausbildungsreif“ eingestufte Jugendliche leer ausgingen.
„Die Ausbildungsplatzbilanz von Frau Schavan ist - gelinde gesagt - verlogen. Tatsache ist, dass jeder dritte Jugendliche, der 2010 eine Ausbildung beginnen wollte, keinen Ausbildungsvertrag bekommen hat“, so Rosenberger. Gleichzeitig wurden allein 2010 über 320.000 Jugendliche in so genannten „Warteschleifen“ geparkt, ohne Aussicht auf eine qualifizierte Ausbildung und eine vernünftige Zukunftsperspektive.
Rosenberger: „Die NGG fordert Bundesregierung und Wirtschaft dringend auf, 2011 die Zahl der Ausbildungsplätze und die Qualität der Ausbildung in vielen Bereichen deutlich zu erhöhen, Berufsorientierung, Berufsberatung und Berufsvorbereitung auszubauen und endlich eine Ausbildungsumlage für eine überbetriebliche Ausbildung unversorgter Bewerber einzuführen - statt eine traurige Ausbildungsbilanz regelmäßig schönzureden.“
Trotz Wintereinbruch sehr niedrige Arbeitslosenquote
Arbeitslosenquote steigt von 5,9 Prozent im November auf nun 6,0 Prozent. 191 Arbeitslose mehr als im Vormonat November (+ 1,0 Prozent) und 1.923 weniger als im Dezember 2009 (- 9,3 Prozent). Zahl der Arbeitslosen bleibt auf einem sehr niedrigen Niveau
Gießen, 04.Januar 2011 - Trotz Wintereinbruch blieb der mittelhessische Arbeitsmarkt auch im Dezember noch gut in Fahrt. Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen erhöhte sich um 191 auf nun 18.792 Erwerbslose. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 auf aktuell 6,0 Prozent.

die Agentur für Arbeit in Gießen
Im Dezember 2009 waren noch 1.923 Erwerbslose mehr gemeldet und die Quote betrug 6,6 Prozent. Diesen Beitrag weiterlesen »
Ursula von der Leyen: „Sockelarbeitslosigkeit schmilzt weiter“
Bundesarbeitsministerin kommentiert Arbeitsmarktzahlen für November
Ursula von der Leyen: „ Angesichts der guten Konjunktur im November zeigt sich der Arbeitsmarkt weiter in guter Form. Das erfreuliche daran ist, sowohl Arbeitslosigkeit als auch Unterbeschäftigung sind im November saisonbereinigt weiter gesunken.

So ganz kann ich nach 700 geschriebenen Bewerbungen nicht daran glauben ... (Foto: Anton Porsche (superanton.de) / pixelio.de)
Es gibt drei besonders positive Trends: Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nimmt weiter beeindruckend zu und dieser Anstieg betrifft alle Bundesländer. Die Jugendarbeitslosigkeit geht zurück: Hier sind im Vergleich zum Vorjahr 60.300 Jugendliche weniger arbeitslos. Und schließlich: die Langzeitarbeitslosigkeit geht weiter zurück. Das heißt, auch die Sockelarbeitslosigkeit schmilzt im anhaltenden Aufschwung weiter ab.
Die Arbeitslosigkeit lag im laufenden Monat bei rund 2.931.000, das bedeutet einen Rückgang um rd. -14.000 Arbeitslose gegenüber dem Vormonat.“
Weiterführender Schulbesuch nicht immer die richtige Entscheidung
Infoabend zum Thema „Ausbildung lohnt sich“ in der Gesamtschule Busecker Tal war ein voller Erfolg. Gemeinsame Veranstaltung der Berufsberatung der Arbeitsagentur Gießen und der Gesamtschule Busecker Tal.
„Ausbildung lohnt sich“ war das Thema des Infoabends in der Aula der Gesamtschule Busecker Tal. Rund 120 Jugendliche und Eltern der Gesamtschule folgten der Einladung und erhielten von der Berufsberaterin Nadine Rabenau-Theimer und einem Teamleiter des Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Gießen Marco Sankewitz viele Infos zum Einstieg in Ausbildung.

Auf dem Foto: Michel Kleinschmidt und Felix Schmidt
„Ich bin begeistert, dass so viele junge Menschen mit ihren Eltern den Weg zu dieser Veranstaltung gefunden haben“, freut sich Nadine Rabenau-Theimer. „Ich möchte den Jugendlichen aufzeigen, dass ein weiterführender Schulbesuch nicht immer die richtige Entscheidung ist. Viele junge Menschen können ihre Fähigkeiten und Interessen am besten in einer betrieblichen Ausbildung einsetzen und umsetzen. Auch vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels ist die Entscheidung für Ausbildung eine lohnende Investition für die Zukunft.“
Rund 100 Minuten waren der heimische Ausbildungsmarkt, die Erwartungen der Arbeitgeber an ihre Azubis, Bewerbungstipps und Alternativen zum weiterführenden Schulbesuch Thema. Ein Highlight waren die Erfahrungsberichte von zwei ehemaligen Schülern der Gesamtschule Busecker Tal, Michel Kleinschmidt und Felix Schmidt, die nach dem Haupt- bzw. Realschulabschluss den Weg in die Ausbildung gefunden haben.
Winter-Semester-Programm des Hochschulteams erschienen
Arbeitsagentur unterstützt Karriereplanung mit Vermittlungs-, Beratungs- und Veranstaltungsangeboten. Programm auch im Internet verfügbar
Das neue Winter-Semester-Programm des Hochschulteams der Arbeitsagentur Giessen ist ab sofort erhältlich. Die Angebote richten sich an Studierende und Absolventen sowie an Akademiker mit Berufserfahrung.

(Quelle: Agentur für Arbeit Gießen)
Es liegt an zentralen Stellen wie der Universität und der Fachhochschule aus oder ist beim Büro für Studienberatung der Justus-Liebig-Universität, der Zentralen Studienberatung der Fachhochschule sowie der Agentur für Arbeit Gießen im Berufsinformationszentrum (BiZ) erhältlich. Diesen Beitrag weiterlesen »
Schwacher Frühjahrsaufschwung auf dem Arbeitsmarkt
Arbeitslosenquote sinkt von 7,3 Prozent im Februar auf nun 7,2 Prozent - 251 Arbeitslose weniger als im Vormonat Februar (- 1,1 Prozent) und 999 weniger als im März 2009 (- 4,2 Prozent) - Deutliche Steigerung bei den Stellenmeldungen gegenüber dem Vorjahresmonat
Die Arbeitslosigkeit in Mittelhessen ging im März nur leicht zurück. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Gießen sank die Zahl der Arbeitslosen um 251 oder 0,1 Prozent auf 22.695. Damit liegt die aktuelle Arbeitslosenquote bei 7,2 Prozent. Diese Entwicklung folgt dem saisonalen Trend. Diesen Beitrag weiterlesen »



Hessischer Städtetag setzt auf realistische Pfade zum Schuldenabbau.
„Es ist eine richtige und gute Maßnahme der Landesregierung, hoch verschuldeten hessischen Kommunen mit über drei Milliarden Euro bei ihrer Entschuldung zu helfen.“ Dies sagt Wolfram Dette, Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar und ausgewiesener Finanzfachmann in den Reihen des Hessischen Städtetages. „Der Entschuldungsfonds des Landes wird aber nur [...]
Unser politische Kommentar
Am Veilchen-Dienstag bauten die Christ-Demokraten zum traditionellen Fasnachtszug einen Stand in der Gießener Strasse auf. Dort betrieben sie ganz ungeniert Bandenwerbung. Keine andere Partei stellte ihre Macht derart im Strassen-Karneval zur Schau.
Ist es nicht sonst der Aschermittwoch, wo die Parteien übereinander herfallen? Und wo sie kein gutes Haar an den anderen demokratischen Kräften [...]
Wie bereits in der Presse berichtet, werden im ersten Halbjahr mit einzelnen Kommunen mehrere Pilotprojekte zur Online-Bürgerbeteiligung im Landkreis Gießen stattfinden. Auch die Stadt Hungen nimmt mit dem „Arbeitskreis Leitbild“ des Stadtmarketing Hungen e.V. an einem dieser Projekte teil.
Kürzlich hat sich die Firma eOpinio GmbH, ein junges innovative Meinungsforschungs-Unternehmen aus Gießen mit Spezialisierung auf dem [...]
Heuchelheimer Grüne schauen auf ein erfolgreiches Jahr zurück.
Auf seiner diesjährigen Mitgliederversammlung hat der Heuchelheimer Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen das ereignisreiche Jahr analysiert und die kommunal-politischen Schwerpunkte für 2012 andiskutiert.
Dabei stand für den mit Sabine Müller-Kübler, Hanni Bepler-Klein, Kuno Konopka und Stephan Henrich besetzten Vorstand eindeutig die Kommunalwahl im Vordergrund. Der deutliche Zugewinn bei [...]
Land Hessen will Mädchenarbeit ausbauen.
Wiesbaden (23. Januar 2012) - Die Landesregierung will die Mädchenarbeit weiter ausbauen. 2012 wird es zum ersten Mal einen Internationalen Mädchentag geben. „Die Weichen für Gleichberechtigung in Familie, Beruf und Gesellschaft muss man so früh wie möglich stellen. Die Mädchen von heute sind die Frauen von morgen. Eine engagierte Mädchenarbeit kann [...]
Meditation Trance Buddhismus Sufis
Wer kennt das nicht, dass ein längerer Spaziergang den Kopf frei macht und Gedanken und Geist äußerst produktiv werden. Goethe hat es so gemacht
. und jeder andere Mensch könnte es auch. Meist fehlt die Muße, der Raum in unserer hektischen Welt, um das umzusetzen. Mit der nötigen, leicht erlernbaren Technik, ist [...]
Freiwilliges Engagement von Jugendlichen
Ob und wofür sich Jugendliche freiwillig engagieren, hängt stark von Bildung, Herkunft und Geschlecht ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Sonderauswertung des Dritten Freiwilligensurveys des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.







Prof. Dr. Wolfgang George: 30 Mrd € Investition durch Energie-Genossenschaften möglich