300 ehrenamtliche Interviewer sammeln bis August Daten

Landkreis Marburg-Biedenkopf ist für Zensus 2011“ gerüstet

Marburg-Biedenkopf - Eine Woche vor dem Start der Erhebung - Zensus 2011“ ist der Kreisausschuss als zuständige Erhebungsstelle für den Landkreis Marburg-Biedenkopf gut vorbereitet. 300 Interviewer stehen bereit, um ab Dienstag, 10. Mai 2011, bis zum 2. August stichprobenartig die Bevölkerung zu befragen.

“Mit dem Zensus werden aktuelle Zahlen darüber erfasst, wie viele Menschen in Deutschland leben, wo sie wohnen und wie sie arbeiten. Dabei geht es um die Beantwortung zentraler Fragen ob wir zum Beispiel mehr Schulen brauchen, ob es genügend Wohnungen gibt oder wie viele Menschen bald das Rentenalter erreichen”, erläuterte Landrat Robert Fischbach am Montag in Marburg.

Die Landkreise, die kreisfreien Städte sowie die Sonderstatusstädte haben für den Zensus 2011 Erhebungsstellen eingerichtet. “Hauptaufgaben dieser Erhebungsstellen sind die Durchführung der Haushaltebefragung und die Befragung in Gemeinschaftsunterkünften. Ihnen obliegt die vollständige Organisation und Durchführung der Erhebungen”, erklärte Bianka Möller, die die Erhebungsstelle beim Landkreis Marburg-Biedenkopf leitet. Hierzu zählen das Rekrutieren und Schulen von Interviewerinnen und Interviewern sowie die Koordination deren Einsatz vor Ort.

“Um die statistische Geheimhaltung zu gewähren und Interessenkonflikte zu vermeiden, sind die Erhebungsstellen von anderen Verwaltungsstellen personell, organisatorisch und räumlich getrennt”, erläuterte Bianka Möller.

Im Gegensatz zu früheren Volkszählungen finden beim Zensus 2011 Befragungen nur für einen Teil der Bevölkerung statt. Ein Großteil der benötigten Informationen stammen aus vorhandenen Verwaltungsregistern, allen voran aus den Melderegistern und den Registern der Bundesagentur für Arbeit.

Mit dem Ziel, die aus den Melderegistern stammenden Bevölkerungszahlen statistisch zu korrigieren, werden im Rahmen der Haushaltebefragung ab dem 10. Mai 2011 knapp zwölf Prozent der hessischen Bevölkerung nach einem mathematisch-statistischen Zufallsverfahren ausgewählt und befragt; das entspricht rund 733.000 Personen. “Bezogen auf den Landkreis Marburg-Biedenkopf bedeutet dies, dass etwa 20.700 Einwohner befragt werden, die alle vorher informiert werden”, erläuterte Bianka Möller. In den Gemeinschaftsunterkünften, zu denen zum Beispiel Seniorheime gehören, erfolgt eine Vollerhebung. Das bedeutet, dass Informationen über alle in Gemeinschaftsunterkünften wohnenden Personen erhoben werden.

Neben den direkten Befragungen, deren praktische Durchführung Sache der Erhebungsstellen ist, führt das Hessische Statistische Landesamt die Gebäude- und Wohnungszählung durch. Hierzu werden ca. 1,6 Millionen Besitzer hessischer Immobilien postalisch befragt, sagte Berthold Müller vom Statistischen Landesamt.

“Wir haben rund 300 Interviewerinnen und Interviewer gewinnen können, die diese wichtige Aufgabe ehrenamtlich wahrnehmen. Diese Gruppe stellt auch einen Querschnitt durch die Bevölkerung dar - von der Studentin bis zum Rentner”, so Landrat Fischbach. “Die Interviewer sind vorher geschult und auf diese Aufgabe vorbereitet worden. Die Vorschläge für die Interviewer kamen meist aus den Kommunen”, ergänzte Bianka Möller.

Die Interviewer können sich alle ausweisen und machen mit den Haushalten, die sie befragen sollen, direkt Termine aus. “Wenn ein ausgemachter Termin nicht eingehalten werden kann, sollte man direkt mit seinem Interviewer einen neuen Termin vereinbaren”, so Möller.

Die Erhebungsstelle beim Landkreis Marburg-Biedenkopf ist unter der Telefonnummer 06421/405-1448 zu erreichen. Weitere Informationen zum Zensus sind auch im Internet unter www.zensus2011.de und unter www.marburg-biedenkopf .de (unter Zensus 2011) erhältlich.

Bildunterschrift: In der Kreisverwaltung wurde über den Zensus 2011 informiert (v.l.n.r.): Landrat Robert Fischbach, Bianka Möller (Leiterin der Erhebungsstelle beim Landkreis) und Berthold Müller (Leiter der Abteilung Hauhalte, Gesundheits- und Sozialwesen, Zensus beim Hessischen Statistischen Landesamt) - Foto: Landkreis

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