Dorfinnenentwicklung ist ein wichtiges Thema in unserer Region
Die Zukunft des ländlichen Raums planen – Strategien und Lösungen erarbeiten
Leerstehende Häuser in den Ortskernen machen das Problem deutlich: Durch den demographischen Wandel begünstigt, verringert sich die Bevölkerung vor allem in den Orts- und Stadtteilen der Region GießenerLand zusehends. Die Folgen sind neben dem Leerstand vor allem Verlust von Infrastruktur und steigende Immobilität. Die Arbeitsgruppe Wohn- und Lebensqualität unter Leitung von Dr. Angela Stender hat sich diesem Problemfeld angenommen und entwickelt in ihren Sitzungen geeignete Strategien und Maßnahmen zur Stärkung der Region.
„Dorfinnenentwicklung, Leerstandsmanagement und die Versorgung im ländlichen Raum bilden als Themenkomplex einen unserer Handlungsschwerpunkte in der aktuellen Förderperiode“, verdeutlichte der Vorsitzende des Vereins Region GießenerLand, Kurt Hillgärtner, die Bedeutung der Thematik. In diesem und im nächsten Jahr werde es in diesem Bereich eine Vielzahl von Veranstaltungen geben, allen voran eine Veranstaltungsreihe, die sich an Kommunalpolitiker und weitere bedeutende Akteure auf regionaler und lokaler Ebene richtet. Daneben seien Workshopsitzungen der Arbeitsgruppe Wirtschaft und der AG Wohn- und Lebensqualität geplant.
Den Auftakt im Jahr 2009 machte die AG Wohn- und Lebensqualität und lud dazu am 05. Februar zum öffentlichen Strategieworkshop in das Licher Bürgerhaus. Caroline Seibert vom Institut für Regionalmanagement führte zu Beginn der Veranstaltung in die Materie ein und verwies zudem auf einige Best-Practice-Beispiele aus anderen Regionen. Regionalmanager Dennis Pucher stellte anschließend die aktuellen Förderbestimmungen vor und erläuterte klassische Beispiele in der Umsetzung. Ziel der darauf folgenden Diskussion war es, Probleme konkret zu benennen und strategische Lösungen zu finden. Hier wurde besonders die Neuausweisung von Bauland in vielen Ortsteilen kritisiert. Hinterfragt wurde auch die Versorgung vor Ort und die Rolle der Behörden bei der Übernahme historischer Gebäude. Als Vorgabe für die nächste AG-Sitzung konnten die Felder (Verkehrs-)Infrastruktur, Breitband, Bauland, Innenentwicklung, Nahversorgung, Wertschöpfung, soziokulturelle Integration und Vereinsleben herausgearbeitet werden.
Die Fortsetzung des Workshops findet am Donnerstag, den 23. April von 18.00 bis 21.00 Uhr in der Stadthalle von Staufenberg statt. Hier soll aus Vorschlägen und Ideen schrittweise eine konkrete Strategie formuliert werden. Als Referentin wird Gudrun Müller-Mollenhauer vom Amt für den ländlichen Raum des Lahn-Dill-Kreises über das Thema Dorfentwicklung referieren. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an dem Workshop teilzunehmen.



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